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Der Erhalt der Gosteli-Stiftung ist den SP Frauen ein grosses Anliegen

Medienmitteilung

Die Gosteli-Stiftung ist das Archiv der Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung. Der Bund hat im September 2020 das Archiv als Forschungseinrichtung von nationaler Bedeutung eingestuft und die Mitfinanzierung in Aussicht gestellt. Der Kanton Bern hat bereits 2017 in seiner Antwort auf eine entsprechende Motion die ergänzende Finanzierung beschlossen und die nötigen Gelder in Aussicht gestellt. Allerdings hat er denBeitrag nachträglich gedeckelt, ohne die Stiftung darüber zu informieren. Die SP Frauen Kanton Bern fordern den Regierungsrat entschieden dazu auf, den Weiterbestand der Gosteli-Stiftung durch entsprechende Beiträge zu gewährleisten.

Der Regierungsrat hat bereits 2017 zugesagt, dass der Kanton seine Rolle als subsidiärer Partner der Stiftung wahrnimmt und entsprechend finanzielle Unterstützung zugesagt. Dieser Beitrag sollte die Bundesbeiträge von jährlich 572'000 CHF ergänzen. Die Stiftung bemüht sich zudem ständig um Drittmittel. Nachträglich wurde die entsprechende Unterstützung vom Regierungsrat ohne weitere Information der Betroffenen auf 100'000 CHF limitiert. Damit die Gosteli-Stiftung weiterbestehen und ihrer wichtigen Rolle als Gedächtnis der Frauenrechtsbewegung in der Schweiz gerecht werden kann, reicht das aber nicht aus.

In einem überparteilichen Vorstoss , welcher in der Herbstsession behandelt wird, fordert Mitmotionärin Kornelia Hässig, Co-Präsidentin der SP Frauen Kanton Bern, , dass der Kanton Wort hält und den Voranschlag 2022 um CHF 450'000 erhöht und so die nötigen Zahlungen für die Gosteli-Stiftung ermöglicht und den Weiterbestand der Stiftung sichert. Sie sagt dazu: «Die Gosteli-Stiftung ist das Gedächtnis der Frauenbewegung in der Schweiz. Der Kanton muss die Forschungseinrichtung zwingend mit den nötigen Mitteln unterstützen, damit wir dieses Gedächtnis nicht verlieren».

Die Regierung lehnt die Motion ab, das letzte Wort hat der Grosse Rat.

Die häusliche Gewalt nimmt zu. Es braucht nun vor allem Aufklärung

Medienmitteilung

Nicht nur die Zahlen der Corona-Infizierten steigt, sondern auch die Anrufe an die Helplines von Hilfsorganisationen. Opfer von häuslicher Gewalt sind durch die Massnahmen zur Einschränkung des Corona-Virus ihren Tätern schutzloser ausgeliefert als jemals zuvor. Wir müssen alles daransetzen, dass wir die bedrohten Frauen und Kinder nicht alleine lassen. Die SP Frauen Kanton Bern begrüssen es deshalb, dass der Kanton nun eine Auflistung aller wichtigsten Telefonnummern veröffentlicht hat.

Durch die Schutzmassnahmen gegen das Corona-Virus und die damit einhergehende Einschränkung sozialer Kontakte, sind Opfer häuslicher Gewalt derzeit noch stärker ausgeliefert als üblich. Auch die Wege, sich zu melden und Hilfe zu suchen sind eingeschränkter. Nun sind die Behörden gefordert. Ein erster Schritt ist mit der Veröffentlichung der wichtigsten Telefonnummern für Unterstützungsangebote getan, aber es braucht zwingend noch mehr Aufklärung.

Die Gesellschaft muss offensiv für das Thema häusliche Gewalt sensibilisiert werden. Denn die Nachbarschaft ist in der momentanen Situation am ehesten in der Lage, Missstände zu erkennen. Wir müssen als Bevölkerung lernen, wie wir mit allfälligen Geschehnissen in der Nachbarschaft umgehen müssen. Betroffene müssen erfahren, wie sie auch in der jetzigen Situation Hilfe erhalten können und potentielle Täter müssen erreicht werden, bevor Sie wirklich eine Tat begehen. Eine öffentliche Informationskampagne via Radio, Fernsehen und Tageszeitungen oder einem Flyer, welcher an alle Haushalte gesendet würde, könnte viel zur Sensibilisierung beitragen.

Zusätzlich braucht es auch Schritte, um Kinder zu erreichen. Eine mögliche Massnahme diesbezüglich ist, die Lehrpersonen dazu anzuhalten, das Thema häusliche Gewalt in den Fernunterricht zu integrieren.

Wir fordern deshalb die Regierung auf, zusammen mit den betroffenen Organisationen umgehend eine entsprechende Informationskampagne anzudenken. Aufklärung tut gerade in diesen schwierigen Zeiten aber auch darüber hinaus Not! Wir rufen aber auch die Medien dazu auf, das Thema aufzunehmen und zu vertiefen. Es gibt genügend Fachfrauen, die Auskunft geben können.

Medienmitteilung des Regierungsrates vom 8. April

Care-Arbeit ist enorm wichtig, das dürfen wir auch nach der Krise nicht vergessen!

Medienmitteilung

Die SP Frauen Kanton Bern sind in Gedanken bei den vielen Care-Arbeitenden, die in dieser Krise weiter mit riesigem Einsatz dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft funktioniert. Die gesamte Gesellschaft zeigt eine grosse Wertschätzung. Aber auch nach der Krise dürfen wir die Care-Arbeitenden nicht vergessen und die Wertschätzung muss in bessere Arbeitsbedingungen im Gesundheitsbereich und bei der Kinderbetreuung münden.

Die aktuelle Krise, zeigt klar, dass Care-Arbeit fundamental wichtig und systemrelevant ist. Dies muss zukünftig besser berücksichtigt werden. Es ist bezeichnend, dass gerade die Berufsleute, welche jetzt an vorderster Front stehen - im Gesundheitswesen und im Sozialbereich – mehrheitlich Frauen sind, die seit Jahren um mehr Anerkennung und bessere Löhne für ihre Arbeit kämpfen müssen.

Wir sehen auch wieder einmal klar, wie zentral auch die Betreuungsstrukturen sind. Kitas und Schulen sind ebenfalls im Ausnahmezustand und geben ihr Bestes. Dank ihnen kann die Gesundheitsversorgung und der Service Public für die gesamte Bevölkerung aufrechterhalten werden. Nach der Krise müssen wir alles daransetzen, dass die Wichtigkeit all dieser Berufe nicht vergessen geht.

Erste Vorstösse sind bereits eingereicht. Es braucht z.B. Massnahmen damit Kindertagesstätten ihren Auftrag das ganze Jahr mit hoher Qualität erbringen können. Dafür braucht es eine neue Einordnung: Kindertagesstätten sind ein wichtiger Teil des Bildungssystems, freiwillig zwar, aber deshalb nicht weniger wichtig. Mit einer Angliederung der Zuständigkeit für Kitas an die Bildungs- und Kulturdirektion würde die Wichtigkeit der Kindertagesstätten hervorgehoben, was sich positiv auf die Qualität und die Arbeitsbedingungen auswirken würde. Es braucht dafür aber auch mehr Geld und der Kanton soll sich beim Bund dafür einsetzen, dass dieser sich mehr engagiert. Diese Forderungen stehen in der Motion «Die Förderung der Kinder kann nicht früh genug beginnen - Nutzen wir die Chance der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE)!» der SP-Grossrätinnen Christine Blum, Kornelia Hässig und Mirjam Veglio. Gerade in Zeiten, in denen die Belastung auf uns alle besonders gross ist, müssen auch die Rahmenbedingungen nicht nur in der Schule sondern auch in den Kindertagesstätten stimmen: für die Kinder aber auch für die Mitarbeitenden. Die Krise sollte uns lehren: wo ein Wille, da ist ein Weg! Weitere Vorstösse werden folgen.

Motion "Die Förderung der Kinder kann nicht früh genug beginnen - Nutzen wir die Chance der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE)!"

MITGLIEDERVERSAMMLUNG SP FRAUEN*

Medienmitteilung

Die Versammlung der SP Frauen* findet am Samstag, 29. Februar 2020, ab 10:15 bis 13:00 in der Aula des Progr in Bern statt. An dieser Versammlung werden wir die neue Co-Präsidentin der SP Frauen* Schweiz wählen. Da wir viele Teilnehmerinnen erwarten, bitten wir euch, frühzeitig zu kommen und euch bis spätestens Freitag, 21. Februar mit diesem Formular anzumelden.​​​​​​​

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SP Frauen Kanton Bern hocherfreut über die Kandidatur von Tamara Funiciello

Medienmitteilung

SP Frauen Kanton Bern hocherfreut über die Kandidatur von Tamara Funiciello

Das Leitungsgremium der SP Frauen Kanton Bern ist hocherfreut über die Kandidatur von Tamara Funiciello für das Co-Präsidium der SP Frauen* Schweiz. Tamara Funiciello setzt sich seit Jahren pointiert für die Gleichstellung ein und bringt mit ihrer Erfahrung und ihrem Amt als Nationalrätin die perfekten Voraussetzungen für das Amt mit. Die Wahl findet an der Mitgliederversammlung der SP Frauen* Schweiz vom 29. Februar in Bern statt.

Nach dem Rücktritt von Natascha Wey per Ende 2019 wählt die Mitgliederversammlung am 29. Februar ihre Nachfolge für das Co-Präsidium der SP Frauen* Schweiz. Das Leitungsgremium der SP Frauen Kanton Bern unterstützt die Kandidatur der Berner Nationalrätin Tamara Funiciello für das Amt einstimmig. Neben ihrer klaren Qualifikation für das Amt, wäre es aus Sicht des Leitungsgremiums auch sehr erfreulich, wenn die SP Frauen Kanton Bern als grösste Sektion im Co-Präsidium der SP Frauen* Schweiz vertreten wären.

Vor allem aber bringt Tamara Funiciello viel politische Erfahrung mit und setzt sich klar für eine soziale und feministische Gesellschaft ein. Mit ihrer politischen Ausrichtung sowie ihrem pointierten Politstil bringt sie frischen Wind und schafft Aufmerksamkeit, wovon die SP Frauen* Schweiz profitieren werden. «Die Wahl von Tamara Funiciello ist eine grosse Chance für die SP Frauen* Schweiz, auch weil sie politisch und medial sehr versiert ist», betont Kornelia Hässig, Co-Präsidentin der SP Frauen Kanton Bern. «Zudem kann sie als Nationalrätin unsere Anliegen direkt in die Fraktion und das Parlament einbringen.» Tamara Funiciello sagt zu ihrer Kandidatur: «Die SP Frauen* können auf eine Tradition von Kämpferinnen für Freiheit, Gleichheit und Solidarität zurückschauen – diese Tradition möchte ich fortführen».

Die SP Frauen* Kanton Bern empfehlen am 29. Februar Tamara Funiciello zur Wahl als Co-Präsidentin der SP Frauen* Schweiz.

Mitgliederversammlung SP Frauen* Schweiz

Medienmitteilung

Samstag, 29. Februar 2020, ab 10:15 – 13:00

Liebe Genossinnen!

Gerne lade ich euch zur ersten Mitgliederversammlung des Jahres 2020 ein. Sie findet am Samstag, 29. Februar 2020, ab 10:15 – 13:00 in der Aula des Progr in Bern statt.

Hier findet ihr Einladung, Traktandenliste und andere Informationen 

Im Zentrum dieser Versammlung wird die Wahl einer neuen Co-Präsidentin stehen. Denn wie an der Mitgliederversammlung vom 16. November 2019 angekündigt, ist Natascha Wey leider auf Ende 2019 zurückgetreten: Die SP Frauen* Schweiz sind aus diesem Grund auf der Suche nach einer neuen Co-Präsidentin, welche gemeinsam mit mir dieses interessante, inspirierende - und manchmal auch herausfordernde! - Amt übernehmen möchte. Interessiert?

Hier findet ihr mehr Informationen dazu 

Des Weiteren werden wir die Schwerpunktthemen und Projekte der SP Frauen* für das Jahr 2020 vorstellen, über Altersvorsorge sprechen und unsere Vernetzung festigen. Denn gemeinsam sind wir stark!

Ich freue mich, euch in Bern persönlich begrüssen zu dürfen, und grüsse solidarisch
Martine Docourt
Co-Präsidentin SP Frauen* Schweiz

Für echte Gleichstellung Hans Stöckli und Regula Rytz wählen!

Medienmitteilung

Gemeinsame Medienmitteilung der SP Frauen Kanton Bern und Grünen Kanton Bern: Ständeratswahlen, zweiter Wahlgang

Aus Gleichstellungssicht braucht es für die Berner Vertretung im Ständerat zwei Stimmen, die sich konkret für einen Ausbau der familienergänzenden Kinderbetreuung, für einen echten Elternurlaub und gleiche Löhne für Mann und Frau einsetzen. Dies garantieren nur Regula Rytz und Hans Stöckli. Die SP Frauen Kanton Bern und die Grünen Kanton Bern stellen sich entschlossen hinter die Kandidaturen von Hans Stöckli und Regula Rytz.

Die SP Kanton Bern und die Grünen Kanton Bern bestreiten gemeinsam den zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen. Aus gleichstellungspolitischer Sicht ist entscheidend, welche Politik die Gewählten im Ständerat vertreten. Wichtig für eine echte Gleichstellung ist neben der Lohngleichheit die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Regula Rytz und Hans Stöckli befürworten beide klar mehr Finanzen für die Förderung von familienergänzenden Betreuungseinrichtungen und einen Elternurlaub, der seinen Namen verdient. Beide fordern auch seit langem gleiche Löhne für Frauen und Männer. Gemäss Smartvote sind sie die beiden einzigen Kandidierenden, die sich so klar positionieren.

Für die Frauen von SP und Grünen ist deshalb klar, dass sie mit Überzeugung Regula Rytz und Hans Stöckli wählen werden. Nur Stöckli und Rytz garantieren, dass es bei der Gleichstellung endlich vorwärtsgeht.

Liste SP Frauen Nr. 3 - Die SP Frauen sind bereit!

Medienmitteilung

Nach dem Frauenstreik ist vor der Frauenwahl! Nachdem hunderttausende von Frauen und Männer am 14. Juli auf die Strasse gingen, braucht es nun endlich einen Wandel im Nationalrat. Sonst werden die Anliegen der Frauen weiterhin unter den Tisch geschoben. Wir SP Frauen sind bereit! 24 kompetente und engagierte Nationalratskandidatinnen der Liste SP Frauen Nr. 3 können gewählt werden. Wir setzen uns alle vehement für Gleichstellung ein. 

Die Wahlvorbereitungen laufen auf Hochtouren. Die SP ist die Partei, die sich schon seit jeher für Gleichstellung eingesetzt hat. Wir SP Frauen fordern unter anderem 50 Wochen Elternzeit, Gratis Kitaplätze, gleicher Lohn für gleiche Arbeit und mehr Teilzeitarbeit auch für Männer. Unsere Forderungen haben wir als Plakatfrauen am Frauenstreik sichtbar gemacht und wollen diese nun auch mit konkreten Vorstössen in den Grossrat und in den Nationalrat tragen. Wir SP Frauen stehen aber auch für Klima- und Umweltschutz. Seit jeher war die SP auch eine Umweltpartei. 

Wir werden im Wahlkampf auf der Strasse sichtbar sein und laden alle ein, uns auf der Strasse kennen zu lernen und mit uns zu diskutieren. Wir sind am 21. September in Biel, am 5. Oktober in Spiez und Münsingen, sowie am 12. Oktober in Langenthal und Burgdorf anzutreffen. 

Machen wir vorwärts, werfen Sie die SP Frauenliste Nr. 3 in die Wahlurne!

Kornelia Hässig, Grossrätin, Co-Präsidentin SP Frauen Kanton Bern, 079 782 89 86
Clara Wyss, Co-Präsidentin SP Frauen Kanton Bern, 076 319 96 56

«SP Frauen-Tour de Berne»

  • 21. September: Biel: 10:00 Uhr bis 12 Uhr in Biel (Markt Altstadt)
  • 5. Oktober: Spiez: 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr (Bio-Märit, Kronenplatz); Münsingen: 12:00 Uhr bis 13:30 Uhr (Migros, Bahnhof)
  • 12. Oktober: Langenthal: 9:00 Uhr bis 10:30 Uhr (Marktgasse); Burgdorf: 11:00 Uhr bis 13:30 Uhr (Bio-Märit)

Frauen*streik vom 14. Juni 2019

Medienmitteilung

Nach langem Planen und Vorbereiten war es endlich soweit!
Gemeinsam genossen wir die ausgelassene, friedliche Aufbruchstimmung.
Ein Tag den wir nicht vergessen werden und der hoffentlich nachhaltig etwas bewirken wird!

Wir SP Frauen bleiben dran und werden unsere Forderungen weitertragen!

Richtiges Zeichen: Kantonale Fachstelle für Gleichstellung ist immer noch nötig!

Medienmitteilung

Die SP Frauen Kanton Bern sind sehr erfreut, dass der Grosse Rat heute der Regierung gefolgt ist und die Motion „Abschaffung der kantonalen Fachstelle für Gleichstellung!“ deutlich abgelehnt hat. Damit stellt sich das Kantonsparlament hinter die immens wichtige Arbeit der Fachstelle. Denn tiefe Löhne, Lohnungleichheit und Untervertretung von Frauen in Kaderposition und Politik sind nur einige der Themen die zeigen: es gibt noch viel zu tun! Die SP Frauen Kanton Bern kämpfen weiterhin für echte Gleichstellung von Männern und Frauen. Nur so können wir eine gerechte Gesellschaft für alle erreichen.

Zum Sessionsbeginn erschienen die Frauen der SP/JUSO/PSA-Fraktion weiss gekleidet im Grossen Rat, die Männer mit einer weissen Rose. Damit weist die Fraktion auf ein wichtiges Datum zum Thema Gleichstellung hin: am 1. März jährte sich der „Marsch auf Bern“ zum fünfzigsten Mal. 1969 zogen Tausende Frauen, darunter Emilie Lieberherr, auf den Bundesplatz, um für das Frauenstimmrecht zu demonstrieren. Am 8. März ist zudem der Weltfrauentag. Seit 1921 machen Frauen an diesem Datum den Kampf für ihre Rechte sichtbar.

Dass gerade jetzt die Motion zur Abschaffung der Fachstelle für Gleichstellung im Parlament diskutiert wurde, ist Zufall. Die Antwort der Regierung zeigt aber deutlich: Die Fachstelle für Gleichstellung, welche sich die Frauen beim Frauenstreik vom 14. Juni 1991 erkämpft haben, ist bis heute dringend nötig. Denn während der Gleichstellungsartikel der Bundesverfassung bereits seit 1981 festhält, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind, sieht die Realität anders aus: Frauen verdienen für gleiche Arbeit weniger, sie leisten den Grossteil der unbezahlten Care-Arbeit und sie sind in Kaderpositionen und in der Politik untervertreten. Auch Männer erfahren Nachteile durch diese Ungleichstellung. Entsprechend freut es uns, dass der Grosse Rat die Motion mit 110 zu 28 Stimmen deutlich abgelehnt hat.

Wir sind heute weiter als 1969 – zum Glück! Aber nur dank dem grossen Einsatz von vielen Frauen und solidarischen Männern, die über Jahrzehnte dafür gekämpft haben. Kornelia Hässig, Co-Präsidentin der SP Frauen Kanton Bern und Grossrätin, sagt dazu: „Wir engagieren uns weiter – bis echte Gleichstellung Realität ist. Es müssen endlich weitere Taten folgen.“ Der nächste grosse Frauenstreik am 14. Juni 2019 ist überfällig!