Der Erhalt der Gosteli-Stiftung ist den SP Frauen ein grosses Anliegen

Avatar of André Kaiser Huber André Kaiser Huber - 06. September 2021 - Medienmitteilung

Die Gosteli-Stiftung ist das Archiv der Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung. Der Bund hat im September 2020 das Archiv als Forschungseinrichtung von nationaler Bedeutung eingestuft und die Mitfinanzierung in Aussicht gestellt. Der Kanton Bern hat bereits 2017 in seiner Antwort auf eine entsprechende Motion die ergänzende Finanzierung beschlossen und die nötigen Gelder in Aussicht gestellt. Allerdings hat er denBeitrag nachträglich gedeckelt, ohne die Stiftung darüber zu informieren. Die SP Frauen Kanton Bern fordern den Regierungsrat entschieden dazu auf, den Weiterbestand der Gosteli-Stiftung durch entsprechende Beiträge zu gewährleisten.

Der Regierungsrat hat bereits 2017 zugesagt, dass der Kanton seine Rolle als subsidiärer Partner der Stiftung wahrnimmt und entsprechend finanzielle Unterstützung zugesagt. Dieser Beitrag sollte die Bundesbeiträge von jährlich 572'000 CHF ergänzen. Die Stiftung bemüht sich zudem ständig um Drittmittel. Nachträglich wurde die entsprechende Unterstützung vom Regierungsrat ohne weitere Information der Betroffenen auf 100'000 CHF limitiert. Damit die Gosteli-Stiftung weiterbestehen und ihrer wichtigen Rolle als Gedächtnis der Frauenrechtsbewegung in der Schweiz gerecht werden kann, reicht das aber nicht aus.

In einem überparteilichen Vorstoss , welcher in der Herbstsession behandelt wird, fordert Mitmotionärin Kornelia Hässig, Co-Präsidentin der SP Frauen Kanton Bern, , dass der Kanton Wort hält und den Voranschlag 2022 um CHF 450'000 erhöht und so die nötigen Zahlungen für die Gosteli-Stiftung ermöglicht und den Weiterbestand der Stiftung sichert. Sie sagt dazu: «Die Gosteli-Stiftung ist das Gedächtnis der Frauenbewegung in der Schweiz. Der Kanton muss die Forschungseinrichtung zwingend mit den nötigen Mitteln unterstützen, damit wir dieses Gedächtnis nicht verlieren».

Die Regierung lehnt die Motion ab, das letzte Wort hat der Grosse Rat.

Neuer Kommentar

0 Kommentare