Care-Arbeit ist enorm wichtig, das dürfen wir auch nach der Krise nicht vergessen!

Avatar of SP Frauen Kanton BernSP Frauen Kanton Bern - 23. März 2020 - Medienmitteilung

Die SP Frauen Kanton Bern sind in Gedanken bei den vielen Care-Arbeitenden, die in dieser Krise weiter mit riesigem Einsatz dafür sorgen, dass unsere Gesellschaft funktioniert. Die gesamte Gesellschaft zeigt eine grosse Wertschätzung. Aber auch nach der Krise dürfen wir die Care-Arbeitenden nicht vergessen und die Wertschätzung muss in bessere Arbeitsbedingungen im Gesundheitsbereich und bei der Kinderbetreuung münden.

Die aktuelle Krise, zeigt klar, dass Care-Arbeit fundamental wichtig und systemrelevant ist. Dies muss zukünftig besser berücksichtigt werden. Es ist bezeichnend, dass gerade die Berufsleute, welche jetzt an vorderster Front stehen - im Gesundheitswesen und im Sozialbereich – mehrheitlich Frauen sind, die seit Jahren um mehr Anerkennung und bessere Löhne für ihre Arbeit kämpfen müssen.

Wir sehen auch wieder einmal klar, wie zentral auch die Betreuungsstrukturen sind. Kitas und Schulen sind ebenfalls im Ausnahmezustand und geben ihr Bestes. Dank ihnen kann die Gesundheitsversorgung und der Service Public für die gesamte Bevölkerung aufrechterhalten werden. Nach der Krise müssen wir alles daransetzen, dass die Wichtigkeit all dieser Berufe nicht vergessen geht.

Erste Vorstösse sind bereits eingereicht. Es braucht z.B. Massnahmen damit Kindertagesstätten ihren Auftrag das ganze Jahr mit hoher Qualität erbringen können. Dafür braucht es eine neue Einordnung: Kindertagesstätten sind ein wichtiger Teil des Bildungssystems, freiwillig zwar, aber deshalb nicht weniger wichtig. Mit einer Angliederung der Zuständigkeit für Kitas an die Bildungs- und Kulturdirektion würde die Wichtigkeit der Kindertagesstätten hervorgehoben, was sich positiv auf die Qualität und die Arbeitsbedingungen auswirken würde. Es braucht dafür aber auch mehr Geld und der Kanton soll sich beim Bund dafür einsetzen, dass dieser sich mehr engagiert. Diese Forderungen stehen in der Motion «Die Förderung der Kinder kann nicht früh genug beginnen - Nutzen wir die Chance der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE)!» der SP-Grossrätinnen Christine Blum, Kornelia Hässig und Mirjam Veglio. Gerade in Zeiten, in denen die Belastung auf uns alle besonders gross ist, müssen auch die Rahmenbedingungen nicht nur in der Schule sondern auch in den Kindertagesstätten stimmen: für die Kinder aber auch für die Mitarbeitenden. Die Krise sollte uns lehren: wo ein Wille, da ist ein Weg! Weitere Vorstösse werden folgen.

Motion "Die Förderung der Kinder kann nicht früh genug beginnen - Nutzen wir die Chance der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE)!"

 

 

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